Samstag, 10. Februar 2018

Der Endspurt auf Fanö im November


Die Facebook-Leser meiner Seite haben einen Wissensvorsprung, da ich dort schon kurz über einen neuerlichen Aufenthalt berichtete.
Aber der Reihe nach:

So viel Erfolg Elly und ich in der ersten gemeinsamen Fang-Nacht in meiner zweiten November-Woche hatten, konnten wir weiter hoffen, da an zwei weiteren eingerichteten Futterstellen Katzen auf der Wildcam zu sehen waren - die wir in den Folgetagen auch fangen konnten.

Das Schöne an neuen Projektgebieten ist eben auch, dass quasi jeder Fang ein Treffer, heisst ein zu kastrierendes Tier, ist und man nicht die Problematik der Folgejahre hat, dass bereits kastrierte Katzen in die Fallen gehen und damit auch noch den unkastrierten zeigen was passiert, wenn man hineinläuft.
So hatten wir jedenfalls auch im südlichen Bereich von Rindby weitere Fänge, die wir der Tierärztin der Insel bringen konnten:
Liva vor ihrem Fang und Elliot bei der Entlassung danach

Ein großes Problem blieb jedoch das vielen Fanö-Urlaubern bekannte „Katzenhaus“ in der Nähe der Campingplätze Rindbys.
Ein älteres, deutsches Paar wohnt dort.
Die Zahl der Katzen, die sich an diesem Haus aufhalten, ist kaum überschaubar.
Wie sie ursprünglich dorthin kamen, weiß ich nicht. Möglicherweise waren es streunende Ferienhauskatzen, die das Paar fütterte, weil sie ihnen leid taten.
Vielleicht begann die "Tierhaltung" also auch mit dem Wunsch den Katzen zu helfen.

Inzwischen ist es jedoch leider alles andere als eine sinnvolle und tierschützerische Katzen"haltung". Das Ehepaar füttert zwar die Katzen, lässt ihnen aber fast oder gar keine notwendige tierärztliche Behandlung zukommen.
Und:  eine Kastration wird vehement abgelehnt! Der Betreffende jagte mich sogar vom Grundstück. Die Vermehrung der Katzen sei „Natur“.
Auf seinem Grundstück dürfe ich nicht fangen. Ich solle woanders hingehen.
Jedoch erfuhr ich auf Nachfrage auch nicht, welche und wieviele Katzen er „hält“. Auch markiert sind die Katzen nicht.
Manche „seiner“ Tiere wandern spätestens mit Geschlechtsreife ab in die Ferienhausgebiete und suchen dort ihr Glück bei den Urlaubern, manche bleiben und bekommen Nachwuchs - jedes Jahr erneut, meist mehrfach.
Geschwister paaren sich, Mütter und Söhne, Väter und Töchter, wieder und wieder.
Die Inzucht führt zu der Weitergabe von Gendefekten, Krankheiten und Missbildungen treten häufiger auf.
Aber Kastrationen sind wider die Natur, so sagt er.
Wütend war ich, sehr wütend, obwohl ich die Tiere bei ihm bis dahin nur aus der Ferne gesehen hatte und noch nicht wusste, dass sehr viele von ihnen unter Katzenschnupfen leiden und sich selbstverständlich gegenseitig anstecken.

Entsprechend entschlossen Elly und ich uns in Laufweite der Katzen um das Haus auf den Campingplätzen zu fangen.
Die Betreiber der Plätze waren uns dankbar, denn die Tiere sind nicht jedem Camper willkommen, wenn sie sich in den Vorzelten "einnisten" oder im Müll nach Futter suchen. 
Auch Abschüsse durch die Jäger sollten daher zur Lösung dieses "Problems" beitragen und wurden auch schon oft vollzogen.

Tatsächlich waren wir dann zum Glück auch nicht vergeblich unterwegs, auch wenn die Fangaktionen ungleich schwerer und zeitaufwändiger als in den Ferienhausgebieten waren, denn die Katzen sind nicht sehr hungrig und haben daher kaum einen Grund in eine Falle zu gehen. 

4 Fotos der Funk-Wildcam, die die scharf gestellten Fallen "überwacht", so dass die Tiere nur kurz in den Fallen sitzen müssen

Insgesamt wurden es auf Fanø  24 kastrierte Katzen in meinen ersten zwei Wochen auf der Insel. Jedes der davon zwölf weiblichen Tiere wird in diesem Jahr keine Jungen mehr bekommen, jeder Kater mit weniger Territorialkämpfen leben können. 

So hatte ich dann doch zunächst meinen Frieden geschlossen mit der hübschen Insel und (den meisten) ihrer tierischen Bewohner:


… obwohl ich vor lauter Arbeit in zwei Wochen tatsächlich nicht einmal am Strand war.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch nochmal ganz besonders bei Elly:
Mit Dir kann man Pferde stehlen...;-)
Aber auch Susanne und Peter, Brigitta und Kirsten sei Dank für ihre Unterstützung.

Anke

Montag, 8. Januar 2018

Und weiter ging's auf Fanö

Nach dem Römö-Ausflug lag mein Augenmerk dann wieder auf Fanö im vergangenen November.
Ein hübscher und kräftiger Kater ging mir in der ersten Urlaubs-Woche im November noch in die Falle. So mutig und entspannt er in der Zeit des Eingesperrtseins war, so flink war er, nachdem sich die Tür des Transportkorbes öffnete:

Toni

In Vorfreude auf eine gute zweite Woche mit weiterer Unterstützung, holte ich am Samstag dann Elly vom Bahnhof in Deutschland ab.
Es folgten nach Ankunft im Ferienhaus ein gemütliches Abendessen und das Schmieden der Pläne für den Folgetag.
So machten wir uns nach dem Frühstück ausgerüstet mit Katzenfutter, Schüsseln, Fotoapparat, einer Karte der Insel und guter Laune auf zu einer großen Katzen-Such-Runde.

Und tatsächlich gab es ein paar Stellen, die uns zum Einrichten von vorübergehenden Futterstellen zum Anlocken der Tiere geeignet erschienen, und in Fanö Bad sahen wir dann sogar zwei Miezen "live". Da sie hungrig waren, stellten wir rasch eine Futterschüssel auf und weil eine der Katzen, nachdem wir uns entfernt hatten, sofort wieder näher kam, waren wir guter Dinge, dass ein Fang gelingen sollte.
Signe und Silje

Und so waren wir dann am Abend tatsächlich beschäftigt, denn es dauerte nicht lange, da lieferte uns die Funkkamera auch schon das erste Foto:


Und es ging weiter in den folgenden Stunden. Entsprechend konnten wir am nächsten Morgen sechs Katzen zur Kastration bringen und die Überfahrt zum Festland zur Tierklinik in Bramming rentierte sich.
Parallel dazu klärten wir an anderen Stellen auf und hatten einige Katzen auf den Kameras - damit sollte es wohl doch noch aufregend und arbeitsreich werden die nächsten Tage.

Auch wirklich überraschende Fotos brachte die Wildcam an unserem eigenen Ferienhaus, denn die schon kastrierte Tara brachte jemanden mit zum Fressen:


Zuerst zwei Kitten, die sie noch vor ihrer Kastration bekommen hatte, später sogar drei...

Anke

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Weihnachtsgrüße und ein Dankeschön

Kurz vor den Feiertagen möchte ich mich bedanken für die Unterstützung, die ich in diesem Jahr erhalten habe. Sei es durch Mails oder andere Nachrichten über Katzensichtungen, durch aufmunternde oder lobende Worte, durch tatkräftige Hilfen oder durch Spenden.
Ich freue mich über jede einzelne dieser Taten und bin auch ein bisschen stolz auf das mir damit entgegengebrachte Vertrauen.

Schon lange wollte ich hier über meinen Aufenthalt auf der Insel Fanö im November berichten.
Denn so langsam es anlief, so mega-erfolgreich wurde es zum Ende hin.
Und ich werde auch noch berichten, aber es gibt allein einfach viel zu organisieren.
Es ist Futter zu bestellen, der Weblog auf der Spenden- und Kastrationsseite zu aktualisieren, die Spenden zu erfassen, die Tausende von Fotos auf den Speicherkarten der Wildkameras zu sichten und zu sortieren, die Homepage zumindest bzgl der Kastrationen aktuell zu halten, die kastrierten Tiere mit ihren Mikrochips bei Tasso registrieren zu lassen und all den Menschen, die mit mir Kontakt aufnehmen auch zu antworten und in Kontakt zu bleiben...
Wenn eine Antwort oder ein neuer Eintrag hier einmal länger dauert, bitte ich daher nicht enttäuscht zu sein.

Etwas kann ich wegen Fanö vorab verraten.
Ich hatte mir das erste Mal dänische Kronen mitgenommen und mir das Ziel gesetzt, den gesamten Betrag nach Möglichkeit auch für Kastrationen zu verbrauchen:


Es ist mir gelungen - und dies, obwohl mir die mich unterstützenden Tierärzte wirklich gute Preise machten. So werden meine Leser schon erahnen, dass es gut lief mit den Fängen...:-)
Jedenfalls war meine Spendenkasse Anfang Dezember fast leer.
Doch auch auf meinem Konto war schon wieder Bewegung.


Mir bleibt, mich ganz herzlich zu bedanken!
Ich freue mich auf 2018, auf alle Fellnasen, die ich wiedersehen oder fangen darf und auf alle Menschen, die mir Mut machen und mir bei meiner Arbeit für die Sommerhauskatzen Dänemarks helfen.
Wir haben schon so viel bewegt.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und zufriedenes nächstes Jahr!

Anke

Montag, 27. November 2017

Abstecher nach Römö - mit Erfolg

Ich bin wieder Zuhause inzwischen.
Und es ist auch nicht so, dass es nichts zu berichten gegeben oder dass ich meine Leser und das Tagebuch vergessen hätte.
Es war ganz einfach viel zu viel zu tun und die Zeit zum Schreiben fehlte - zum Schlafen übrigens auch...;-)
So will ich nun versuchen die nach dem letzten Eintrag verbleibenden Tage hier aufzubereiten.

Ich berichtete schon, dass ich den Eindruck hatte, dass Fanö nicht so ganz leicht werden würde und Vorarbeit vor Ort notwendig wäre.

Da die neu entdeckte Futterstelle auf Römö hingegen für mich allein abzuarbeiten war und ich ab Samstag Unterstützung erhalten würde, beschloss ich am Mittwoch der vorletzten Woche einen Fangtag auf Römö einzulegen.
So stand ich früh auf und begab mich auf die so vertraute Insel und noch dazu fast sogar an einen vertrauten Ort im Bereich Kongsmark.
Schon bei meinem Eintreffen liefen drei Katzen davon, so hoffte ich auf Fangglück, denn auch das Wetter schien geeignet.
Und es dauerte auch nicht lange, da bekam ich dieses Foto von meiner Funkkamera:


Und nur ganz kurz später hörte ich das vertraute "Klapp" der Falle. Na also!
Zwei Mal noch klappte es  ;-) in der nächsten Stunde, so dass ich mich mit den ersten drei Fängen auf den Weg zum Tierarzt machen konnte. Und während dort fleißig kastriert wurde, fuhr ich zurück und konnte weiter fangen.
Es lief also perfekt. Dank an Hanneke, meine "Stamm-Tierärztin", für die spontane Unterstützung!
Nochmals drei Tiere wurden es - und auch sie wurden noch am selben Nachmittag kastriert.
Es blieb daher für mich bei einer weiteren Fahrt am nächsten Tag nach Römö, um die Tiere wieder auszusetzen.
Zwei Katzen und vier Kater:
Manni, Josy, Melli, Bodo, Palle und Sammy

So sollte der Bereich nun wieder sicher vor Katzennachwuchs sein im nächsten Frühjahr.

Und da ich Freunden, die in dieser Zeit auf der Insel waren, die Wildcam für ein paar Tage lieh, gab es auch ein Wiedersehen mit der süßen Meike:

Meike, kastriert im März 2013

Dank an Conny und Werner.
Diese Ergebnisse machten Mut für die neue Insel!

Anke

Dienstag, 14. November 2017

Die ersten Tage auf der zweiten dänischen Insel: Fanö

Vierzehn Tage bin ich nun aktuell wieder für die dänischen Ferienhauskatzen unterwegs.

Und auf meiner Anreise nach Fanö am Sonntag machte ich einen Abstecher auf die Insel Römö.
Tatsächlich scheint es an einem Haus in der Inselmitte etwas für mich zu tun zu geben. Zumindest sprechen die Schüsseln und Schlafgelegenheiten eine deutliche Sprache...
Einen Hinweis auf dieses Haus hatte ich ja bei meinem letzten Besuch der Insel erhalten.
Einen Tag werde ich hierfür aufwenden müssen, denn es wäre ärgerlich, wenn mir meine Erfolge dort zunichte gemacht werden.
Zudem ist es mir wichtig Örtlichkeiten, an denen ich aktiv war, auch weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten im Blick zu behalten.

Als ich dann schon im Dunkeln am Hafen in Esbjerg ankam und die Fähre der Insel anlegte, fiel mein Blick auf den Namen des Schiffes: Fenja.
Ausgerechnet.... Nun gut, wir werden in 12 Tagen wissen, ob der Name der alten Katzenlady (und wohl bekanntesten Bjerregard-Katze) mir Glück bringt für meinen ersten Aufenthalt auf Fanö.

Zufrieden mit meinem Ferienhaus ging ich auch bald ins Bett.


Gleich früh am nächsten Morgen stellte ich eine Falle an einer der Futterstellen auf, aber schnell wurde klar, dass auf Fanö die Uhren anders gehen.
Hier gibt es nicht nur eine gigantische Anzahl an Kaninchen, die mich immer wieder aufschrecken lassen, weil ich eine Bewegung sehe, die man aus den Augenwinkeln auch für eine Katze halten könnte, nein, auf Fanö gehen sogar Elstern in eine Katzenfalle...:


Das bedeutet, dass hier Fangaktionen über Tag kaum möglich sein werden, was die Sache nicht gerade leichter macht.
Jedenfalls zog ich von dieser Stelle zuerst einmal entnervt ab.
Zum Glück hatte ich einen weiteren Hinweis auf eine Katze, die bis Sonntag von einer Urlauberin gefüttert wurde. (Danke, Claudia, für Deinen Hinweis und die Fürsorge.)
Und tatsächlich, die kleine schwarze Mieze war zur Stelle, als ich die Terrasse des Hauses im Mosevej betrat.
So ging das Einfangen auch leicht von der Hand, und das Mädchen war ganz friedlich und ließ sich sogar anfassen.

Leider konnte ich sie aber erst am Nachmittag beim Tierarzt abgeben.
Gut für mich war hingegen, dass ich, zurück im Ferienhaus, so noch eine weitere Mieze einfangen konnte, die ganz zufällig über mein Grundstück lief.
Auch sie war hungrig, so dass sie sich leicht locken und fangen ließ.

Ginny (links) und Tara (rechts)

Am Abend wusste ich, dass meine ersten beiden Fänge zwei Mädchen waren!
Und heute konnte ich die Katzen, Tara und Ginny, bei schönem Wetter wieder entlassen.

Auch meine ersten Spaziergänge ergaben den einen oder anderen Hinweis auf Katzen, ja sogar ein paar eigene Sichtungen hatte ich.

Aber es wird nicht leicht hier, denn die Insel ist weitläufig, und konkrete Hinweise auf feste Aufenthaltsorte der Tiere habe ich nicht.

Anke

Mittwoch, 1. November 2017

Ein letzter Nachtrag vor der nächsten Reise

Noch ein abschließender Bericht von meinem August/September-Aufenthalt, bevor es dann hoffentlich bald wieder Aktuelles zu erzählen gibt:

Wie schon erwähnt hatten mich - als ich selbst gerade in Ballum angekommen war - Urlauber aus Nörre Lyngvig angeschrieben.
An ihrem Ferienhaus war eine Katzenmutter erschienen, die schließlich nach und nach insgesamt vier Junge mitbrachte.
Ich sagte zu zu helfen, da ich ja noch drei Tage bei meiner Freundin Sabine in Nymindegab wohnte und es von dort nicht so weit bis Nr Lyngvig ist.
Schon bei meinem ersten Besuch am Ferienhaus von Danny und Familie war die Mutter mit ihren Kleinen (es waren zu diesem Zeitpunkt nur noch drei - ob Urlauber das vierte Junge mitgenommen hatten?) anwesend.
Eine wirklich bunte Mischung:


Und Danny berichtete mir, dass man schon drauf und dran sei, einen Platz für die Kleinen in Deutschland zu organisieren, so dass also nur noch die Mutter zu kastrieren wäre...
Das sollte hinzukriegen sein, dachte ich mir.
Obendrauf kam aber noch Dannys Entdeckung von Katzen am Hafen des kleinen Ferienortes.
Na, warum nicht, man wächst mit seinen Aufgaben...;-)

So holte ich also gleich am folgenden Abend die Katzenmutter bei Danny ab, um sie am nächsten Morgen früh zur Kastration zu bringen.
Die Kleinen würden weiter am Ferienhaus versorgt, so dass sie auch keinen Grund hätten sich von da zu entfernen.

Nach dem Einpacken von Naya, der Mutter, fuhr ich an den Hafen, um dort mein Glück zu versuchen.
Leider aber kam ich zu spät. Die Fütterungszeit war vorbei und ich sah gerade noch ein paar Katzenschwänze, die sich in verschiedene Richtungen verteilten:


Aber ich sprach einen der Fischer an und dieser sagte mir, dass man derzeit drei erwachsene Katzen und ein Junges am Hafen habe.
Nein, kastriert seien die Katzen nicht - und der Tierschutz habe auch im Frühjahr / Frühsommer ein Dutzend Tiere eingefangen und vermutlich getötet. Sie seien ja alle nicht wirklich zutraulich.
Leider entsprach diese Info ja auch meinen Erfahrungen mit den dänischen Tierschutzvereinen.

So fuhr ich also nach erfolglosem Warten mit Naya nach Hause.
Aber nur mit einer Katze am nächsten Morgen in die Tierklinik nach Ringköbing? Nein, das konnte ja wohl nicht angehen.
Also um 6 Uhr aufgestanden und nochmal an den Hafen. Ich musste vor dem morgendlichen Füttern alles eingefangen haben!
Und so stellte ich noch in der Dämmerung zwei Fallen auf und wartete.


Kurze Zeit später hatte ich bereits den Kater in der Falle, nur zwanzig Minuten später auch das erste Weibchen und schon nach dem Umladen des Mädchens auch die zweite erwachsene weibliche Katze!
Wow.

Lediglich das jüngste Tier, sehr sicher auch ein Mädchen, war noch zu klein zum Kastrieren...
Finja, Afra, Mikkel und die Kleine, noch namenlose
Nachdem ich die Miezen allesamt bei der Tierklinik abgegeben hatte, wollte ich einem Hinweis auf eine Futterstelle in Bjerregard nachgehen, auf die ich über eine Freundin gekommen war.

So begab ich mich also zu einem Haus unweit des Campingplatzes von Bjerregard. Eine deutsche Mieterin erreichte ich dort und die bestätigte mir, dass "man schon von mir gehört habe" und es hier tatsächlich Katzen gäbe.
Sie seien alle grau...
Sofort fiel mir da Bamse ein, der an meiner ältesten Futterstelle in Bjerregard ganz plötzlich im Jahr 2013 erschienen war und im Frühjahr noch ein weiterer Kater dort auftauchte.
Alle sahen ein bisschen wie Kartäuser oder Russisch Blau aus.

Und mit ein wenig Umherschau auf dem Hof dauerte es auch nicht lange und ich entdeckte zwei der Fellnasen.
Ob ich die denn wohl fangen und kastrieren lassen dürfte, fragte ich.
Eine kurze telefonische Nachfrage bei den Hofbesitzern, und es kam ein: "Ja, sehr gern!".
Fehlte nur noch ein Termin in der Tierklinik. Nörre Nebel würde mir da sicher helfen, da man dort inzwischen zum Glück auch völlig unkompliziert mit meinen spontanen Anlieferungen umgeht..
Auch dort ein "Ja, klar." -
und schon standen zwei Fallen im hinteren Bereich des Hofes...;-)

Bailey und Cookie

Und kurze Zeit später bekam auch die Tierklinik in Nörre Nebel zu tun: Kater und Katze hatte ich gefangen, Geschwister, beide etwa eineinhalb Jahre alt und in einem sehr guten Zustand.
Auch die Tierärztin sagte, dass da sicher ein bisschen "Russisch Blau" drin sei, wenn es nicht sogar reinrassige Tiere wären - wo auch immer sie herkommen...

Nach so viel Erfolg wollten Sabine und ich am Abend gemütlich Essen gehen.
Das erste Mal wäre das für mich gewesen in Dänemark...
Aber es wurde nichts daraus, denn gerade, als wir uns aufmachen wollten, um die kastrierten Miezen in Ringköbing abzuholen, erreichte mich die Nachricht von Bjerregard, dass man nun im Stall zwei ganz kleine Miezen gefunden hätte, ebenso grau, wie die gefangen.

Bei unserem Eintreffen lagen die Beiden im Stroh, sie schnieften laut. Schnell packte ich sie in einen Korb mit Handtüchern und suchte zur Sicherheit nach weiteren Tieren.
Nicht viel später fand ich ein drittes, das dann aber quasi in meinen Händen starb.

So musste schnell erneut die Falle her, denn die Mutter mussten wir nun unbedingt fangen, so klein, wie die Kleinen noch waren.
Den Korb also neben die Falle gestellt, dauerte es nicht lange und die dritte erwachsene graue Katze war gefangen:


In der Tierklinik, wo ich die anderen vom Morgen abholte, schaute man sich die Kleinen an.
Sie bekamen ein Antibiotikum, was offenbar auch dringend nötig war:


Aber ohne weitere - auch medikamentöse - Versorgung hätten die Kleinen sicher keine Chance.
Zum Glück nahm meine Katzen-Freundin Bianca die Kleinen und ihre Mama auf.
Nach viel Auf und Ab scheinen die Kleinen nun mit heutigem Stand über den Berg zu sein.
Ihre Mutter Candy war eine tolle Pflegemutter für noch viele andere Kitten, die bei Bianca als Notfellchen ankamen.
Inzwischen ist aber auch sie kastriert und wieder in Bjerregard freigelassen:

Candy bei ihrer Freilassung

Auch die Hafen-Katzen in Nr. Lyngvig sind wieder an ihrem Platz und die drei Jungen von Naya haben tatsächlich einen Platz in Deutschland gefunden, auf dem sie zusammen bleiben durften und sich offenbar richtig wohl fühlen:

Sie heißen jetzt Khaleesi, Mogwai und Scully

Eine unglaublich aufregende Woche habe ich da erlebt.
Erfolgreich im Kastrations-Sinne, mit einem tollen Ausgang für die Kleinen, neue nette Bekanntschaften gemacht und so viele Unterstützer, auf die ich mich verlassen kann!

Von Herzen vielen Dank dafür.

Anke

Freitag, 15. September 2017

Die angekündigte Nacharbeit... und mehr

Noch einen Aufenthalt gab es außerplanmäßig. In der letzten Augustwoche war ich allein unterwegs und hätte nie erwartet um diese Jahreszeit so viele Kastrationen durchführen lassen zu können.
Aber der Reihe nach:
Die ersten Tage führten mich in Grenznähe - wie schon berichtet, wollte ich ja nochmal nacharbeiten an den Höfen in Ballum.
Und die Katzen sind an der Futterstelle inzwischen auch relativ zutraulich und kommen zu den Fütterungszeiten in großer Zahl.
Der provisorische Unterstand dient dabei nicht nur als Dach gegen Regen...:

diese Katzen sind bereits alle kastriert

Aber ich hatte ja vor, den Katzenbestand dort nach Möglichkeit etwas zu reduzieren und wollte daher ein paar der Jungtiere zur Vermittlung einfangen.



Die Kleinen werden noch leicht zutraulich und sicher irgendwann verschmuste Hauskatzen mit Freigang.
Und es würde jemand geben, der sich auch in Krankheit und im Alter um sie kümmert - abgesehen davon, dass an der Futterstelle wirklich genügend Katzen versorgt werden müssen und dies auch irgendwie bezahlt werden muss.





Die Fangaktion gestaltete sich nicht ganz so leicht wie gewünscht, wenn auch letztlich ohne größere Schwierigkeiten...
Meine Fütterin Rita meinte die Miezen in eine Transportbox locken und dann die Klappe schließen zu können.
Auch hatte Rita die Tage zuvor bereits "trainiert" und die Kleinen kannten die Box.

Dennoch war ich skeptisch, stimmte aber zu.

Tatsächlich waren schnell zwei der Kleinen in der Box. Aber mit dem heftigen Ansturm gegen die sich schließende Tür hatte Rita nicht gerechnet. Und schwupps waren die Kleinen wieder draußen - und nun natürlich etwas skeptisch und deutlich vorsichtiger.
Also musste schließlich doch die Falle her, und damit lief es auch problemlos, da die Kleinen brav hintereinander kamen und nicht gemeinsam in die Falle liefen.



Im Vorfeld hatte ich geklärt, dass sie mir von einer deutschen Tierhilfseinrichtung abgenommen und von dort vermittelt werden.
Paarweise mussten die Miezen die Nacht bei mir verbringen - aber sie fraßen, und das war ein gutes Zeichen.
Traurig, ihnen nun vorerst das freie Leben entziehen zu müssen, gab ich sie also am nächsten Tag ab.

Aber es gab auch noch Anderes zu tun an dieser Stelle. Waren ja im Umfeld noch einige andere unkastrierte Katzen.
Und auch hier war ich in den beiden mir zur Verfügung stehenden Tagen erfolgreich:

Zwei Kater und zwei Katzen

Und so scheint die Futterstelle im Bereich Ballum nun gut versorgt.
Ein Futterhaus für die Schlechtwettertage haben Rita und ich für die rund 15 Katzen ebenfalls aufgebaut.
Und die restlichen drei Kleinen will sie in den kommenden Wochen eigenständig (nun mit ein bisschen mehr Erfahrung) selbst einfangen und zum Kastrieren bringen.
Danke, Rita, für Alles!

Die nächste "Baustelle" meines Aufenthalts war ein Ferienhaus im Bereich Houstrup. Über meine Freundin Bianca war mir dort eine Katzenmutter mit ihren Kleinen gemeldet worden.
Da die Katzen bei den dänischen Hausbesitzern gern gesehen sind und gefüttert werden, war das Fangen nicht zeitaufwändig, da sie zuverlässig in der Nähe des Ferienhauses waren.
Und als ich das erste Kleine sah, war ich auch relativ sicher, dass eine Kastration bereits möglich war und die Jungen dazu nicht mehr zu klein waren.

Ebbi, ein Bekannter, der Urlaub auf dem Houstruper Campingplatz machte, unterstützte mich am Morgen des 31.08.
Die Mutter ist sehr zutraulich, so dass sie leicht mit Futter in eine Transportbox zu locken war und der "Fang" damit gänzlich entspannt verlief.
Auch das erste Kleine ließ nicht lange auf sich warten.


Und während ich auf der Fahrt in die Tierklinik war und Ebbi die Falle überwachte, ging auch das zweite Junge, ein Katerchen, in die Falle.

Am Nachmittag durfte ich die Familie abholen:
Die Mama, ihre Tochter und der kleine Kater waren wohlauf und nach der Freilassung am nächsten Tag auch bereits danach wieder beim Fressen auf der Wildcam zu sehen.

Links die Kleinen Lea und Jonas, rechts die Mutter Inka

Vielen Dank auch Dir, Ebbi, für Deinen Einsatz für die dänischen Fellnasen!

Schließlich erhielt ich noch eine Nachricht von Urlaubern aus dem Bereich Nörre Lyngvig. Auch diese Deutschen hatten Katzen entdeckt und baten mich um Unterstützung.
Dem Zufall sei dank und ich konnte helfen, da ich mich ja gerade selbst in Dänemark befand.
Und so hatte diese Geschichte einen besonders guten Ausgang, den ich im nächsten Eintrag erzählen werde.
.... ach ja, und dann gibt es sogar noch Spannendes aus Bjerregard zu berichten. Aber auch das demnächst.

Anke

Freitag, 11. August 2017

Und das gab's auf Römö und in Ballum

Wie im letzten Eintrag bereits geschrieben, hatte ich im Juli auch eine Runde über die Insel Römö gedreht und eine Fang- und Kastrationsaktion in Grenznähe durchgeführt.

Auf Röm stellte ich die Wildcam für zwei Tage an dem (noch immer regelmäßig betreuten) Futterhaus bei der verstorbenen Karstine in der Inselmitte auf.
Diese Fellnasen sind dort unterwegs:
Lasse, Lale, Sylvia, ein dort schon länger fressender bekannter unkastrierter Kater - und neu: das weiße Tier

Am Reiterhof in Sönderstrand teilte man mir bei meinem Kurzbesuch mit, dass die kleine scheue Familie direkt am Wohnhaus (Anna, Lukas und Silas) noch immer dort sei und immerhin zumindest beim Fressen auch Annäherungen des Menschen zulässt.
Von der Anwesenheit von Max, Molly und Flora, die im Stall gefüttert werden, konnte ich mich selbst überzeugen:


Aber auch Herta sei noch dort.
Und was den Hofbesitzer und seine Frau am meisten freut:
Es gab keine Jungtiere mehr im letzten Herbst und auch nicht dieses Jahr!
Ein wirklich schöner Erfolg.

Auch am Hotel Kommandoergaarden ist alles bestens: Das Futterhaus leistet dort gute Dienste.

Der Hauptgrund für meinen spontanen Aufenthalt im Juli in Dänemark war aber ein Hilferuf einer Deutschen, die mit ihrem dänischen Freund in einem Haus zwischen mehreren Bauernhöfen in Ballum (ganz in der Nähe der deutschen Grenze) wohnt.
Sie hatte irgendwann die bei ihr vorbeikommenden Katzen zu füttern begonnen, weil sie ihr leid taten, denn augenscheinlich litten sie Hunger, überlebten aber doch Monat um Monat...
Rita war durch Erzählungen einer Freundin auf mein Projekt aufmerksam geworden. Und als sie mich anrief, sagte ich natürlich meine Unterstützung zu.

Da Rita regelmäßig füttert, musste eine Fangaktion einfach sein und relativ schnell zum Erfolg führen. Und tatsächlich:
In zwei Tagen konnten Elly und ich 11 (!) Katzen fangen: vier Mädchen und sieben Kater.


So gab es für die Tierarztpraxis meines Vetrauens viel zu tun:


und die Freilassungen waren fast schon Massenabfertigung...;-)


Dazu gelang es uns noch ein junges Kätzchen mitzunehmen und über den Tierschutzverein in Niebüll zu vermitteln.

Die Katzenmädchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Kastration stark ausgeprägte und freigeleckte Zitzen, so dass wir annehmen mussten, dass die Miezen Kleine hatten - zumal Rita die vor einigen Wochen dicken Bäuche bestätigte.
Und wie ich nun bei einem Telefonat erfuhr, haben sie inzwischen ihren Nachwuchs auch mitgebracht zur Futterstelle. Sieben Kleine sind es insgesamt.
Dementsprechend ist dort eine Nacharbeit nötig. Vielleicht klappt sogar noch die eine oder andere Vermittlung, damit es bei Rita nicht noch mehr Vierbeiner werden, die zu versorgen sind.
Selbstverständlich werde ich aber auch hier mit Futterlieferungen zu unterstützen versuchen. Und für den Winter wollen wir ein Futterhaus aufstellen, um das Futter gegen Regen und Schnee zu schützen.
Bei 15-20 Katzen rentiert sich der Aufwand in jedem Fall.

Übrigens: Die Kastrationen der Katzen in Ballum habe ich nicht von den Projekt-Spenden bezahlt, sondern aus eigenen Mitteln, da es sich nicht um "klassische Ferienhauskatzen" handelt.

Anke

Montag, 17. Juli 2017

Gute Nachrichten aus Jegum

Als "Vorzeige-Projektgebiet" könnte man die Siedlung "Jegum Ferieland" (zwischen Esbjerg und dem Ringköbing Fjord) bezeichnen...;-)
Nach Hinweisen von Urlaubern und Vorarbeit durch meine Freundin Bianca war bereits mein erster Aufenthalt im März dort sehr erfolgreich. Ich hatte hier berichtet.
Insgesamt konnte ich in der Siedlung 14 Katzen fangen und kastrieren lassen: 6 Mädchen und 8 Kater!
Doch ich kam auch ins Gespräch mit Bewohnern des Ferienhausgebietes.
Menschen, die mich und die Katzen - auch nachdem ich wieder Zuhause bin - mit festen Futterstellen unterstützen.
Und davon konnte ich mich bei einem Kurzaufenthalt in der letzten Woche überzeugen.

An dem Ferienhaus, an dem ich Sofia, Mille, Milas und Liam fangen konnte, lernte ich an meinem vorletzten Tag im März Aase und Jens Peder kennen.
Die Beiden lieben die an ihrem Haus befindlichen Katzen und sorgten bereits in der Vergangenheit sporadisch für sie. Sie freuten sich sehr über mein Projekt und waren bereit ein festes Futterhaus aufzustellen, von dem auch andere verwilderte Katzen der Siedlung profitieren.
Also gab ich von Zuhause die Bestellung auf und die Beiden bauten das Futterhaus auch gleich auf.
Es dauerte nicht lange und es wurde von den Miezen angenommen!
Hier der Beweis durch die Wildcam, die ich in der letzten Woche zur Kontrolle dort stehen hatte:

Sofia, Milas und Hakon zeitgleich - auch Mille war auf den Fotos zu sehen
Einen weiteren Kontakt zu einer in der Siedlung lebenden Dänin knüpfte Uwe, als er durch die Siedlung lief und eine Katze entdeckte:
Hanne wohnt seit vielen Jahren in Jegum, füttert ebenfalls und konnte mir einige Informationen zu dort lebenden Katzen geben.
Neben anderen frisst bei ihr auch die schwarze Katze, die ich während meines Aufenthaltes im März nur einmal sah und nicht fangen konnte:


Hanne beruhigte mich bereits insofern, als dass sie sicher wusste, dass es ein Kater ist.
Und letzte Woche konnte ich ihn dann auch fangen und ebenfalls kastrieren lassen.
So kann die Freundschaft zwischen ihm und seinem roten Katzen-Kumpel, den Hanne bereits selbst kastrieren ließ, entspannt bleiben!

Zu guter Letzt gab es einen neuen Kontakt über Bianca.
Eine weitere Dänin war bereit an ihrem Haus die Katzen einer Futterstelle aus derselben Straße im Südwesten der Siedlung zu übernehmen, die leider nicht mehr betrieben werden kann.
Darüber freute ich mich sehr und auch hier konnte ich mich überzeugen, dass es gelungen war, die von mir gefangenen Katzen "umzuziehen":
Liv, Aksel, Filippa und Linn

Was für eine erfreuliche Fortsetzung meines März-Aufenthaltes.
Tausend Dank an alle, die meine Arbeit so toll unterstützen! Das Netzwerk wächst und wächst...
So müssen nun auch die Fellnasen in Jegum im Winter keinen Hunger mehr leiden.

Doch nicht nur in Jegum habe ich vorbeigeschaut in den letzten 10 Tagen.
Kurz war ich auch auf Römö und in Bjerregard, wo ich (natürlich) diesen Gesellen hier antreffen konnte, der sich gleich nachdem ich ihm ein paar größere Knoten aus dem Fell gekämmt hatte, einen Schattenplatz unter dem Auto suchte:

Bamse

Tja, und dann gab es noch eine echte "Hauruck-Aktion" an einem Hof in Ballum ganz im Süden Dänemarks.
Aber davon und von Römö möchte ich demnächst ausführlich berichten.
So viel vorweg:  es hat sich rentiert!

Anke

Montag, 8. Mai 2017

Happy End für Prinsesse von Römö

Eine ganz besondere Geschichte mit gutem Ausgang gibt es von Prinsesse zu erzählen. Auch sie wäre ohne mein Projekt so wohl nicht zustande gekommen.

Noch bevor wir überhaupt das erste Mal auf Römö aktiv wurden, erhielten wir im Dezember 2012 unabhängig voneinander zwei Meldungen über eine Katzenmutter mit Jungen und ein weiteres Tier im Bereich der Siedlung Sönderstrand.

Prinsesse (rechts), Dezember 2012
Im März 2013 machten wir uns dann also (wegen diverser Katzen-Hinweise) auf zur Insel Römö und konnten dort bereits bei unserem ersten Aufenthalt viele Tiere entdecken und auch kastrieren lassen.
Ja, wir konnten auch die beiden Jungen der Katzenmutter, Mikka und Meike, erwischen. Nur die Katzenmama selbst sahen wir nicht.
Auch 2014 waren wir dort, doch die Katzenmutter fanden wir nicht. Lediglich bei einer Auswertung der Wildcam an einer Futterstelle im November waren wir uns sicher, Meikes Mutter vor uns zu haben:
Prinsesse (rechts) und ihre Tochter Meike (links)

Für unseren Aufenthalt im März 2015 hatten wir uns deshalb fest vorgenommen, das Mädchen endlich zu fangen.
Und immerhin entdeckten wir sie auch bei einem unserer ersten Gänge durch die Siedlung.
Die Kleine war verschmust und hatte so wunderbar weiches Fell:

März 2015

Und schließlich hatten wir es geschafft und konnten sie kastrieren lassen:


Alles war gut verlaufen und wir gingen davon aus, dass Prinsesse (die Ferienhauskatzen bekommen bei mir immer erst nach ihrer Kastration einen Namen) ein paar glückliche Jahre auf der Insel vor sich haben würde, da sie völlig gesund wirkte.

Dann jedoch, Anfang Oktober 2016, teilte mir Vivien, eine deutsche Urlauberin, von Römö mit, dass sie eine Katze am Haus habe, die ihr nahezu blind zu sein schien.
Und Vivien hatte auch schon auf meiner Homepage geschaut und die Katze als Prinsesse identifiziert. Ein von ihr übersandtes Foto brachte mir Gewissheit:

Oktober 2016
Vivien fütterte Prinsesse, fragte sich aber natürlich zu recht, was aus der Katze werden würde, wenn sie nach Hause fahre.
Mit etwas Organisationsaufwand schafften wir es dann tatsächlich Prinsesse zum Tierarzt nach Deutschland zu bringen, der den Verdacht leider bestätigte....;-(
Ihr Sehvermögen war offenbar nur noch minimal, für eine Draußen-Katze keinesfalls ausreichend!

Doch - unglaublich aber wahr! - tat sich für die Sommerhauskatze Prinsesse eine Chance auf. Eine der Tierarzthelferinnen, Sahra, war bereit sie zu sich zu nehmen.
Gesagt, getan. Und Prinsesse machte das ganz toll.

in Deutschland in ihrem neuen Zuhause

Nun lebt die Hübsche in Deutschland, wird umsorgt und kann sogar umzäunten Freigang genießen.

Vielen Dank an alle, die bei dieser "Rettungsaktion" mitgeholfen haben!

Anke