Freitag, 23. September 2016

Nachtschicht und neue Baustellen

Am Dienstagmorgen war ich wie ausgemacht an dem entsprechenden Hof in Klegod.
Leider lief es aber nicht ganz so wie geplant, denn wir konnten zwar zwei der Katzenmädchen direkt mit der Hand in die von mir bereitgestellten Körbe setzen, der Kater witterte aber gleich die "Gefahr" und entwand sich dem Griff von Marianne.
Natürlich ließ er sich danach auch nicht mehr greifen - genauso wenig erschien das älteste der dortigen Katzenmädchen, ein buntes 5-jähriges.

So fuhr ich mit zwei Tieren zum Tierarzt, wo alles problemlos verlief - ich aufgrund der Fahrt- und Wartezeit allerdings bis zum Nachmittag brauchte.
Und, um das vorweg zu nehmen, konnte ich beide auch bereits am Abend wieder am Hof freilassen, da diese dort einen Unterschlupf haben und sich nicht erst um einen sicheren Platz kümmern mussten.
Geradezu aufdringlich waren am Abend dann die kleinen Katzen des Hofes, sie hätte man direkt mitnehmen können…;-)
oben links "Tyv", oben rechts "Blacky"
Am Nachmittag entschlossen wir uns dann unser Glück am Abend in Bork Havn zu versuchen, war uns die Situation dort doch einfach ein Greuel.
Mit Unterstützung von Martinas Freund, der zu einem Kurzbesuch zu uns ins Ferienhaus gekommen war, da er ebenfalls gerade frei und Interesse an meiner Arbeit geäußert hatte, fuhren wir also mit Einbruch der Dunkelheit zu dritt zum Hafen.

Die drei kleinen Katzen und ihre Mutter waren auch direkt zu entdecken.
… und der erste Fang ging schnell und unproblematisch und wurde sofort im Auto verstaut.
Aber wie befürchtet, hatten die übrigen Tiere dann Angst vor der Falle, in der gerade ihr Geschwisterchen gefangen worden war.
Sie liefen zwar um die Fallen herum, gingen aber nicht hinein.
Also war Warten angesagt, langes Warten.
Dann aber doch, Klapp! Das nächste Kleine.
Danach geschah lange Zeit nichts, so dass ich eine der Fallen umstellte ans andere Ende der Fischerhütten - und wir schließlich tatsächlich auch noch die Katzenmutter fangen konnten.

Bei der Rückfahrt zum Ferienhaus, auf der ich wirklich müde war, wurde mir sehr bewusst, dass ich mir in diesem Urlaub wohl ein Ferienhaus am „falschen Fleck“ gesucht, da ich mich im Vorfeld auf Klegod und die Arbeit dort konzentriert hatte.
Dabei bekam ich deutlich mehr in den weiter entfernt liegenden Gegenden zu tun.

So nahm ein junges Paar Kontakt zu mir auf, die ein Haus im Bereich Oksböl (nahe Nörre Nebel und Varde) gemietet hatten und dort ebenfalls eine Mieze am Haus fütterten.
Hinzu kam die Beobachtung am Hafen von Bork Havn.

Jedes Mal war dies eine weite Anfahrt und damit viel Zeit auf der Straße, die man nicht den Gebieten selbst widmen konnte.
Leider war das aber so nicht vorauszusehen.
Also, Augen zu und durch.
Um kurz nach 1 Uhr kamen wir wieder im Ferienhaus an, die drei Fänge aus Bork Havn schnell in der Abstellkammer verstaut - und ins Bett?
Nein, denn ein Blick auf die Wildcam am Haus zeigte, dass auch hier eine Katze an der Schüssel auf der Terrasse war. So wurde auch hier schnell noch eine Falle scharf gemacht.


… und tatsächlich schlug sie um kurz nach 3 Uhr zu.
Puh, raus aus dem Bett, Falle abgedeckt und die Katze ins Auto gestellt, denn sie war wirklich wild und ich wollte sie deshalb nicht zu den inzwischen ruhigen Tieren aus Bork Havn packen.

Um 6:30 Uhr klingelte dann wieder mein Wecker.
Alle vier Katzen eingeladen und dann nochmal beim hiesigen Hof vorbei.
Dort konnte ich dieses Mal das hübsche (noch unkastrierte dreifarbige) Mädchen ebenfalls einpacken.
So ging es dann mit fünf „Aufträgen“ zum Tierarzt:
2 x erwachsen und weiblich
1 x erwachsen und vermutlich männlich
2 x ca. 5 Monate und vom Geschlecht unbekannt

Die Wartezeit verbrachte ich wie immer beim örtlichen Bäcker (das habe ich bei Facebook ja schon geschrieben ;-) ) und erfuhr bei der Abholung, dass es sich bei den Kleinen um einen Kater und eine Katze handelte und der wilde letzte Fang tatsächlich ein Kater war.
Super.
Also Rückfahrt…
Und später am Abend im Beisein der Familie noch das Mädchen direkt am Hof (es heisst dort Tobi) entlassen. Es war wieder fit genug.

Ganz früh am nächsten Morgen dann den Kater Rasmus hier direkt am Ferienhaus in die Freiheit geschickt - er ist einer von der Sorte, bei der mir in der Dunkelheit kein Foto der Entlassung gelang.

Mit den restlichen Dreien fuhr ich, um keinesfalls aufzufallen, noch im Dunkeln nach Bork Havn - auch da war leider kein Foto möglich, so dass mir nur die der Drei in Gefangenschaft blieben:

links oben "Kalle", rechts oben "Agneta", unten die Mutter "Hanna"

Nach dem Frühstück im Ferienhaus fuhren wir - eigentlich nur auf dem Weg von A nach B - nochmal zum Hof.
Die Miezen überfielen uns da geradezu und fanden meinen Bus zuerst total spannend und schließlich wohl auch für einen Mittagsschlaf geeignet.

ein windgeschützter Platz - zum Spielen und Schlafen...;-)

Es fiel uns schwer, die Fellnasen schließlich wieder hinauszuschieben.
Aber wir wollten ja noch weiter. 

Denn inzwischen war noch eine Meldung bei mir eingegangen:
Eine selbst noch sehr junge Katzenmutter hatte im August auf dem Campingplatz in Houstrup fünf Kleine bekommen, von denen zwei direkt bei der Geburt gestorben waren.
Die restlichen drei versorgte die Mama sehr gut und blieb im Bereich eines bestimmten Wohnwagens, wo sie auch gefüttert wurde.


Da nun aber die Camping-Saison zu Ende geht, sorgt man sich um die Kleinen und es war guter Rat teuer.
Zuerst hatte man überlegt, die Mutter kastrieren zu lassen und die Kleinen mit nach Deutschland zu nehmen und dort eventuell einem Tierschutzverein zur Vermittlung zu geben.
Die Jungen waren aber noch zu klein, um sie nun schon von ihrer Mutter zu trennen.
So entschlossen wir uns also, dass ich die Vier mit nach Hause nehme, dort noch ein wenig beieinander lassen und schließlich vermitteln werde.
Die Mutter nun sich selbst zu überlassen, wäre keine gute Wahl.

Und noch eine Baustelle taten Martina und ich auf.
Der Hinweis kam über das junge Pärchen aus dem Ferienhausgebiet im Bereich Oksböl.
Sie hatten auf der Suche nach einem möglichen Katzenbesitzer ihrer zugelaufenen Mieze herumgefragt und von einem bestimmten Haus erfahren, an dem „viele“ Katzen zu finden seien.
Wir konnten das Haus finden und, ja, dort gibt es zu tun.
Mehr dazu aber in einem der nächsten Einträge…

Anke

Dienstag, 20. September 2016

Erfolgreiche Suche - in vielfacher Hinsicht

Wenn ich nichts schreibe, wenn ich in Dänemark bin, heisst das zumeist nicht, dass es nichts zu tun oder zu berichten gibt, sondern eher, dass meine Tage 28 oder 30 Stunden haben könnten und auch diese ausgefüllt wären…
                       
Am Samstag fand ja der „Umzug“ von Nymindegab am südlichen Fjord-Ende 30 Kilometer weiter hoch in den Norden in die Ferienhaussiedlung Klegod statt.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es noch zum Strand. Wunderschön, ein lauer Abend, fast wie im Sommer.


Auch am nächsten Tag ließen wir es entspannt angehen, ein bisschen Bewegung beim Walken.
Auf dem Rückweg dann aber die Blicke auf jede Terrasse und auch die Kontaktaufnahme mit den Urlaubern in der Siedlung.
Keiner (!) sagte, dass er hier schon Katzen gesehen habe.
Sollten die Tiere also tatsächlich alle von dem an der Durchgangsstraße nach Norden gelegenen Hof zuwandern?
Jedenfalls war die Suche zwischen den Häusern so ganz ohne Ansatzpunkte eher eine Nadel im Heuhaufen - zumal bei vielen Urlaubern sich den Katzen ja auch immer viele potentielle Futterstellen eröffnen, so dass sie auf meine nicht angewiesen sind…

Neben meiner Absicht zur Sichtung und gegebenenfalls Kastration (um diese Jahreszeit könnten die Tiere ja auch hochtragend sein oder gar bereits Junge bekommen haben, die noch sehr klein wären) der verwilderten Ferienhauskatzen hatte ich per Mail von deutschen Urlaubern erfahren, dass ihnen ihre Katze (der Siam-Kater „Baby“) im Bereich Houstrup entlaufen war.
Es startete also vor drei Wochen eine Suche, die insbesondere Sabine ganz erheblich unterstützte.
Tatsächlich wurde Baby immer mal wieder gesehen, näherte sich den Menschen aber nie an, so dass man seiner nicht habhaft wurde.
Sogar eine Falle lieh sich Sabine bei der Tierklinik in Nörre Nebel. Auch sie brachte aber keinen Erfolg.
So schrieb ich ihr kurz vor meiner Anreise, sie solle mir eine Chance zum Fangen von Baby lassen…;-)

Also nahm ich gleich am Sonntag auch Kontakt zu den Urlaubern und derzeitigen Bewohnern des Hauses auf, aus dem Baby entlaufen war.
Man stellte dort abends regelmäßig eine Schale mit Futter heraus, welche am nächsten Morgen ebenso regelmäßig leer war. Danke!
So entschloss ich mich am Sonntagabend an diesem Haus und einem weiteren, an dem Baby gesehen worden war, zwei Fallen aufzustellen. Dazu jeweils eine meiner Funkkameras zur direkten Überwachung.
Kaum nach der Installation wieder im Ferienhaus angekommen, bekam ich eine Nachricht auf mein Handy:

Oh nein, sicher würde diese Katze gleich in die Falle gehen…
Also ließ ich Martina Zuhause ins Bett gehen und fuhr selbst wieder zurück nach Houstrup.
… um dort festzustellen, dass das Tier säuberlich bis zum Auslöser alles gefressen, die Wippe aber nicht betreten hatte und damit nicht gefangen wurde.
Also bestückte ich die Falle erneut und blieb im Auto sitzen.

Wieder kam die Mieze, wieder fraß sie aber nur bis zum Auslöser vor und zog sich dann vorsichtig zurück.
Also wieder raus aus dem Auto und die Falle nachgefüllt - inzwischen war es schon relativ kalt geworden und die Kälte kroch nun auch ins Auto. Wie dumm, hatte ich mir nichts Warmes zum Anziehen mitgenommen.
Lange geschah nichts.
Aber dann, um kurz nach 3 Uhr, schlug die Falle zu.
Jawohl, nun hatte sie ihre Vorsicht doch vergessen und war einen Schritt „zu weit“ hineingelaufen.
Gut für mich!

Schnell packte ich sie ins Auto, stellte die Falle wieder scharf.
Aber bis um 06:30 Uhr passierte nichts mehr, so dass ich beide Fallen abbaute und die gefangene Katze zur Kastration bei der Tierklinik in Nörre Nebel abgab.
Dann fuhr ich selbst nach durchwachter Nacht zum Frühstück zu Martina ins Ferienhaus.

Im Anschluss, da ich so gar nicht müde war, entschlossen wir uns, das schöne Wetter für einen Gang „im Suchmodus“ ;-)  durch Houstrup zu nutzen.
Wir schauten also unter die meisten Terrassen, auf und hinter fast jeden Holzstapel, unter Büsche, nichts. Keine Spur des entlaufenen Katers und auch sonst keiner Katze.
Eine letzte Querstraße sollte es noch sein, wir hatten schon ein Treffen am Auto zur Rückfahrt vereinbart.
Da schaute ich um ein Gebüsch - und da saß er: Baby.
Er schaute mich an und sofort sprach ich ihn an.
Anscheinend hatte er keine Angst vor mir, er blieb sitzen und ich durfte mich ihm sogar annähern.
Ein wenig Futter in eine Schüssel, der Kerl fauchte mich an, als ich ihm zu nahe kam, blieb aber sitzen.
Wenn er kein Interesse an Futter hätte, hatte ich keinen Plan B, um ihn zu fangen.
Doch zum Glück fraß er, nachdem Martina und ich uns hinter einen Sichtschutz gestellt und so gar keine Notiz von ihm nahmen. Zumindest taten wir so…

In der Zeit holte ich die Falle aus dem Auto.
Ich ging leise sprechend auf Baby zu, durfte sogar die Falle einen Meter vor ihm abstellen.
Zu seiner Futterschüssel wagte er sich 10 cm in die Falle, jetzt wurde ich mutig, konnte ihn streicheln!

OK, der entscheidende Schritt.
Falle scharf, und zurück hinter die Sichtschutzwand, dennoch beruhigend und ermutigend auf den Kater eingesprochen.
Und keine zwei Minuten später war der Ausreißer eingefangen.
Was für eine Freude.
der entlaufene "Baby"
Die Besitzer informierte ich natürlich sofort - und sie machten sich auch direkt nach Ende ihrer Arbeit auf den Weg, um ihren Kater (der Zuhause kein Freigänger ist!) abzuholen.
Zwischenzeitlich war natürlich auch die Mieze vom Morgen kastriert.
Ja, ein Mädchen - und zwar eines, das irgendwo noch Junge hat, denn die Zitzen sind sehr ausgeprägt und frei geleckt. Daher ließ ich es auch nicht in Ruhe aus der Narkose erwachen, sondern eine Aufwachspritze geben, um es noch am frühen Abend wieder zu seinen Jungen zu entlassen.
Diese wirkte dann auch wirklich prima.
Die kleine hübsche Frida startete wie eine Kanonenkugel aus ihrem Transportkorb, so dass ich sie nur noch von hinten sah…;-)


Am Abend fasste ich mir dann noch ein Herz und ging zu dem Hof in der Siedlung, in der ich dieses Mal wohnte.
Bereits am Vortag hatte ich bei einem Versuch der Kontaktaufnahme zwar keinen Menschen, dafür aber viele Katzen angetroffen:


Und das Gespräch hätte kaum besser laufen können:
Man kümmert sich dort um die Tiere, füttert sie, stellt ihnen einen Raum für die schlechten Tage des Jahres (der sogar beheizt werden kann) zur Verfügung, entfloht und entwurmt sie gelegentlich.
Nur die Kastration sei eben sehr teuer, daher gehe man hier einen anderen Weg…
Aber sehr gerne dürfte ich die Tiere kastrieren!
Also verabredete ich mich für den kommenden Morgen, um die Katzen, die sich sämtlich anfassen lassen, einzupacken.
Aber hierzu berichte ich morgen weiter.

Anke

Sonntag, 18. September 2016

Vielfältige erste Tage - eine Woche Dänemark im September 2016

Schon wieder hat es mich nach Dänemark gezogen, dieses Mal im September - eine für mich ungewohnte Reisezeit, wie schon der Mai.
Es sollte Klegod werden, nur ein paar Kilometer nördlich von Hvide Sande am Ringköbing Fjord.
Grund dafür waren ein paar von Urlaubern gemeldete Katzensichtungen.
Schon am Donnerstag war ich mit Martina angereist, allerdings blieben wir die ersten zwei Tage bei Sabine in Nymindegab.
Von dort aus wollte ich versuchen, zwei neu an der Futterstelle in Hemmet Strand gesichtete Katzen zu fangen und kastrieren zu lassen und auch in Bork Havn nochmal den Blick schweifen zu lassen.

Leider gelangen mir am ersten Abend nur sehr stachelige Fänge in Hemmet:


... davon aber sogar drei hintereinander, so dass ich schließlich gegen 23 Uhr ein wenig entnervt aufgab, anschließend mitten in der Nacht nochmal durch Bork Havn streifte und tatsächlich eine Katzenmutter mit ihrem Kleinen entdeckte:


Beide waren hungrig, allerdings mitten im Ort, so dass ich nicht wagte sie einfach einzufangen.

Am nächsten Vormittag ging es nochmal dorthin, und von einem Anwohner bekam ich dann den Tipp mich doch im Bereich des Hafens mal genauer umzuschauen. Dort gebe es einige Katzen.

Bei der Ankunft in Hemmet Strand, wo die Reinigung des Futterhauses auf dem Programm stand, erwartete uns Porthos, der sogar sitzen blieb und mich beobachtete:

Porthos
Pünktlich mit Abschluss der Reinigung erschien dann die bereits aus dem Frühjahr bekannte schwarze (noch unkastrierte) Katze, so dass ich sofort nach Zusage einer Kastration am Mittag in der Tierklinik in Nörre Nebel die im Auto mitgeführte Falle aufbaute - und auch schnell belohnt wurde.

Sogar ein zweiter Kater ging am Nachmittag noch in die Falle:

Jan (oben) und Attila (unten)

Beide Tiere schliefen die Nacht über im Abstellraum von Sabine und konnten am nächsten Morgen wieder entlassen werden - Jan war dabei völlig entspannt und wollte lieber schmusen, anstelle davonzulaufen...


Eine spannende Entdeckung gelang mir zudem noch am Freitagabend am Hafen von Bork Havn.
Um eine völlig vermüllte Fischerhütte herum sah ich mehrere Katzen, mindestens zwei erwachsene und drei junge Tiere - alle fünf viel zu dünn.
Und ich erkannte, dass zwei davon die Beiden des letzten Abends waren, die Mutterkatze und eines ihrer Jungen.

In der Hütte, die voll war mit Zeitungen, lief ein Radio - wohnen konnte aber (hoffentlich) niemand dort, dazu war es zu verschmutzt.
Auf mein angebotenes Futter stürzten sich die Katzen sofort.
Vielleicht gelänge mir am Samstagmorgen eine Kontaktaufnahme mit einem Verantwortlichen.

So fuhr ich also heute auf dem Weg nach Klegod nochmal über Bork Havn.
Vor der Hütte saß ein Mann in einem Elektro-Rollstuhl - um 11 Uhr morgens hatte er bereits eine Bierflasche zwischen seinen Beinen.
Dennoch sprach ich ihn an. Er hatte keinerlei Interesse, zudem war kaum eine Verständigung möglich.
Nur soviel war klar: "Seine" Katzen kastrieren, niemals.
"Seine" Katzen - sicherlich hatten diese Tiere noch nie einen Tierarzt gesehen, würden nicht entwurmt oder entfloht, im Krankheitsfalle nicht versorgt und auch nicht regelmäßig gefüttert...

Nun aber sind wir in Klegod. Mal sehen, was ich zu tun bekomme.
Vielleicht ist ja auch ein Abstecher nach Bork Havn drin...

Sonntag, 21. August 2016

Katzensichtungen und Reparaturarbeiten...;-)

Ein paar Meldungen über Katzensichtungen erreichten mich über den Sommer.
Die meisten davon waren erfreulicherweise wiederum bereits bekannte und damit kastrierte Fellnasen.

So z.B. Mimi (auch Pussi genannt) in Bork Havn:
Mimi, markant sind die rötliche Färbung und der weiße Zeh

Mimi wurde von meiner Freundin Sabine entdeckt und nach Rücksprache mit den in diesem Haus  wohnenden Urlaubern stellte sich heraus, dass sich wohl noch zwei weitere Katzen am Ferienhaus (Straße Sydmarken) eingefunden hatten. Eine könnte wohl auch ein von mir bereits im November 2015 gefangener Kater gewesen sein.

Über eine Kontaktaufahme dieser Urlauber mit mir (ein Eintrag i.S. Katzen wurde von Euch - wie ich hörte - im Gästebuch hinterlassen, vielen Dank dafür!) würde ich mich sehr freuen!


Dann war da noch eine tolle Meldung aus Vejlby Klit:

Thea

Die im März kastrierte Thea erschien dort bei Urlaubern, die bereits bei der Ankunft meinen Flyer bei ihrem Ferienhausvermieter gefunden hatten.
Thea ließ sich von Andrea und Martin nicht nur füttern, sondern auch gern schmusen.
Ja, so hatten auch Elly und ich sie im März kennengelernt!

Na, und dann ist da noch eine wunderbare Nachricht aus Bjerregard, genauer gesagt Hegnet:

Fenja, wer sonst!

Fenja war bei Sven und Familie zu Gast und erhielt über deren Urlaubszeit regelmäßig Frühstück und Abendessen!
Und Sven kam sogar nahe genug heran, Fenjas Tätowierung in den Ohren erkennen zu können.
Nicht, dass es doch plötzlich eine zweite Siam-Katze in Hegnet gäbe ;-)

Hinzu kam - ebenfalls in der Arvidvej - allerdings noch ein ganz scheuer Geselle, der beim Anblick eines Menschen sofort die Flucht ergriff:
bisher unbekannt und nicht tätowiert

Sven meint, dass es ein bisschen nach Katerkopf aussieht, aber sicher kann man sich da ja nie sein.
Sollte ich also tatsächlich doch wieder in Bjerregard fangen müssen, um Katzennachwuchs zu verhindern?
"Back to the roots", sozusagen?
@ Sabrina und Marcel:  Ob das "Euer Mr. Shadow" ist?  Dann könntet Ihr Eure September-Woche vielleicht in Hegnet verbringen...;-)


Und dann möchte ich mich auf diesem Weg nochmal ganz besonders bei Sabine und ihrem Freund Olaf bedanken.
Sabine betreut nun schon seit über eineinhalb Jahren das in Hemmet Strand aufgestellte Futterhaus. Nachdem wir dort ja diverse "Mitfresser" hatten und deshalb auch den Eingang schon verkleinert haben, haben wir uns sehr über den Anblick geärgert, der sich Sabine im Januar dieses Jahres bot:
Wer das wohl wahr? Eindeutige Spuren waren leider nicht zu sehen...

Zuerst "nur provisorisch" (aber dennoch absolut zweckdienlich) repariert von Sabine, erstrahlt das Haus nun in neuem Glanz:


Nachdem nun auch der Eingangsbereich weiter angepasst wurde und sowohl Fuchs als auch Schakal ausgesperrt bleiben, reicht die Füllung der Trockenfutter-Behälter aktuell für drei Wochen.
Perfekt!

Dank an alle Helfer, die anpacken, an die Urlauber, die füttern und mir ihre Katzensichtungen melden und an die (Katzen-)Freunde, die noch so viel mehr für mich tun!

Anke

Donnerstag, 16. Juni 2016

Alles neu macht der Mai...;-)

Es gibt mal wieder etwas zu erzählen...
Aber nicht "nur eine Katzensichtung", sondern die kurze Zusammenfassung meiner Mai-Woche in Dänemark.
Noch nie war ich zu dieser Zeit dort, weil es eigentlich keine Jahreszeit ist, um im Sinne des Projektes etwas zu erreichen.
Da ich jedoch eine Auszeit brauchte, wählte ich die Nordseeküste Dänemarks.
Und ich war begeistert, wie wunderschön grün das Land sein kann und dass es ganz ohne Heizung in einem Ferienhaus geht ;-)

Mit meiner Freundin Martina war ich aufgebrochen, machte einen Zwischenstopp für zwei Tage bei Sabine in Nymindegab, danach ging's weiter nach Vejlby Klit.

Ein paar alte Bekannte konnte ich selbst in Bjerregard sehen, von einigen anderen wurde mir berichtet.
So sind Bamse, Kimi, Carrie, Lilly, Jannik, Marie, Uta, Suse und auch Fenja in jedem Falle wohlauf.
Drei davon konnte ich selbst fotografieren (lassen):
Bamse, Uta und Jannik



In Vejlby Klit angekommen, wurde die aufgestellte Futterschüssel am Ferienhaus bereits am ersten Abend durch eine hungrige Vierbeinerin aufgesucht:
Tilda.
Sie kam nahe genug, dass wir ihre Identität mit dem Chip-Lesegerät überprüfen konnten ;-)
Und sie blieb uns die gesamte Woche treu.
Am Anfang noch relativ zurückhaltend und scheu, wurde sie immer zutraulicher.
Sie machte ihren Mittagsschlaf bei uns, putzte sich auf unserer Terrasse, schließlich verbrachte sie sogar zwei Nächte auf einem der Terrassenstühle.
Natürlich fehlte es ihr an nichts in diesen Tagen -
und der Abschied fiel uns extrem schwer.

Wenn ich sie mit Grashalmen oder einer gefangenen Maus spielen sah, war ich aber sehr zufrieden, denn Tilda hat keine Jungen, um die sie sich kümmern muss.
Dank der Kastration im März hat sie nun nur noch für sich selbst zu sorgen.

Trotz Urlaubs natürlich immer auf der Suche nach Hinweisen i.S. Katzen entdeckten wir nach ein paar Tagen dann in einem Carport am nördlichen Ende der Siedlung einige Schalen, die deutliche Reste von Katzenfutter aufwiesen.



Als wir diese gerade "auf Verdacht" auffüllen wollten, entdeckte meine Freundin erst eine, dann sogar noch eine zweite Katze, die uns schon beobachteten.

Und die Freude war groß, denn es waren die kastrierten Theo und Lille.

Bei Lille kam ich nahe genug heran, um die Tätowierung zu sehen und Theo ist auffällig genug gezeichnet, um ihn sicher identifizieren zu können!







Durch das Aufstellen der Wildkameras an verschiedenen Örtlichkeiten, konnten wir auch die kastrierten Katzen Lena, Thea, Leon und Ben ausmachen!

Und mit zwei weiteren Live-Sichtungen kamen wir auf insgesamt neun der zwölf im März kastrierten Katzen. Allen scheint es wirklich blendend zu gehen - leider nur scheint der Mai auch die Zeit der Zecken zu sein. Die Miezen hatten damit wirklich zu kämpfen...Teilweise hatten sie sich den Hals blutig gekratzt, um die Plagegeister loszuwerden.

Tim (links) und Tom (rechts)
Wieder kamen wir auch mit einigen deutschen Urlaubern und Dänen in Kontakt.
So lernten wir ein dänisches Paar kennen, das an seinem im Sommer bewohnten Ferienhaus zwei noch junge Tiere (aus dem letzten Herbst) versorgt.
Eines davon ist (deutlich sichtbar) ein Kater, das andere ein Mädchen:


Sie stehen auf meiner "todo"-Liste für November!

Ebenso wie drei weitere Tiere, die ich live bzw. auf den Wildcams entdeckte.

So bin ich bereits jetzt guten Mutes im Spätherbst in Vejlby Klit wieder einen Schritt voran zu kommen für die dänischen Ferienhauskatzen und bin schon voller Vorfreude.

Dennoch möchte ich auch heute wieder Urlauber (aktuell besonders in den Bereichen Vejlby Klit und Vrist) bitten, die Augen nach Katzen offen zu halten und mir Sichtungen zu melden!

Vielen Dank!

Dienstag, 3. Mai 2016

Bekannte Fellnasen auf Rømø, in Bjerregard und Vejlby Klit

In den letzten Wochen gab es viele nette Mails von diversen Urlaubern.
Immer steckte ein Lob für die Arbeit dahinter (was mich natürlich sehr freut!), manchmal aber auch die eine oder andere Katzensichtung.
Das finde ich besonders toll, zumal es dieses Mal nur bekannte Fellnasen waren.

So wurde mir von Rømø berichtet, dass Meike sich im März in Sønderstrand eine Woche über Futter und Streicheleinheiten freuen konnte:

Meike, kastriert im März 2013

Und auch den Reiterhof dort besuchten Conny und Werner, wo ihnen freudig mitgeteilt wurde, dass es allen (inzwischen kastrierten) sieben Miezen gut geht.
Das ist super.

In Bjerregard tauchte Ole endlich mal wieder an einem Haus auf, dessen Urlauber (Steffi mit Familie) sich bei mir meldeten.

Ole, kastriert im März 2010

Mithilfe "meiner" Futterstellenbetreuerin Sabine, die den Urlaubern anlässlich der Meldung, dass Ole Würmer habe, gleich eine Pille vorbeibrachte, konnte er sogar direkt entwurmt werden.

Dasselbe gelang auch bei Nora (ebenfalls in Bjerregard).

Und die erste Sichtungsmeldung gab es nun sogar schon aus Vejlby Klit.
Hier erschien Tom am Haus zweier Katzenliebhaber und ließ sich dort verwöhnen.

Tom, kastriert im März 2016

Zugleich berichteten mir Sylvia und Rene, dass sie regelmäßige DK-Urlauber sind und auch im letzten Jahr in Vejlby schon Katzen am Haus hatten.

Ja, dass dieser Ort nicht zum letzten Mal mein Reiseziel war, das hatte ich hier bereits geschrieben.
Schön, wenn ich weiter helfen kann!

Und besonders schön ist auch, dass ich so viele Unterstützer habe.
Danke dafür!
Und weiter so....;-)

Samstag, 16. April 2016

Rückblick und Vorschau 2016

Vier Wochen sind es nun schon her, dass ich aus Dänemark zurück bin.
Der Aufenthalt dort war erfolgreich, ich habe darüber an dieser Stelle berichtet.

Meine freie Zeit hier war nun bereits wieder manchmal ausgefüllt mit Vorbereitungen für den nächsten Aufenthalt, aber auch mit der dringend notwendigen Aktualisierung meiner Flyer und auch der Homepage. Beides sollte nun (mit Ausnahme der Rubriken mit dänischen Inhalten) fertig sein.
Den neuen Flyer kann man als Download in dem Bereich "Ihre Hilfe" einsehen. Lediglich mit dem Drucklayout kämpfe ich leider noch...

Römö war ein vertrautes Gebiet, verbunden mit vielen Erinnerungen an die letzten Jahre.
Ich hatte mir einiges vorgenommen und habe dies auch geschafft.
So wurden es sieben Kastrationen, zwei Mädchen und fünf Kater.

Daneben gab es Treffen mit bekannten Menschen und Unterstützern meiner Sache und auch ein Wiedersehen mit etlichen bereits kastrierten Katzen!
Beides war toll und ich bedanke mich dafür.

Dann kam die zweite Woche.
Noch ein ganzes Stück über den Ringköbing Fjord hinaus nach Norden führte mich mein Weg, auf dem mich meine Freundin Elly begleitete, in unbekannte Gefilde.
Im Vorfeld hatte ich ihr gesagt, dass wir schon zufrieden sein müssten, wenn wir überhaupt Katzen sehen würden - und eine Kastration wäre bereits ein guter Anfang.
Meine Ankündigungen wurden jedoch bei weitem übertroffen.
Unglaubliche zwölf Fänge hatten wir (fünf Mädchen und sieben Kater)!
Und das in nur einer Woche und einem völlig neuen Gebiet.
Wir hatten dabei das Glück, dass wir ein Haus fanden, an dem ganz sicher in der Woche vor unserer Ankunft gefüttert wurde und sich deshalb viele Katzen einfanden.
Zudem waren die in dieser Woche dort wohnenden Urlauber sehr hilfsbereit. Danke nochmal dafür!

Außerdem entdeckten Elly und ich bei unseren Spaziergängen durch die Siedlung etliche Katzen und konnten auch diese fangen.

Nicht zuletzt war das technische Equipment, insbesondere die Wildkameras, wieder sehr hilfreich.
An den "Katzen-Hotspots" aufgestellt (oder auch mal an einer Stelle, an der man einfach ein "gutes Gefühl" hatte), brachten sie interessante Erkenntnisse, die man live nie so umfassend gewinnen könnte.

So können wir in jedem Fall von mindestens einer Katze sprechen, die wir ein Mal auf der Kamera hatten, aber nicht eingefangen haben. Es ist ein schlankes Tigerchen mit weißen Pfoten:



Möglicherweise gibt es dann noch eine weitere ganz schwarze Katze, die von Urlaubern gemeldet wurde, die wir aber selbst nicht sahen.
Und wahrscheinlich noch andere mehr...

Das zeigt, wie viele Katzen in Vejlby Klit leben - wie sinnvoll also die Kastration der Tiere ist.
Denn die Katzen sind in einem guten Zustand :-) Sie haben also eine Chance auf ein paar schöne Jahre, denn viele Urlauber und Hausbesitzer füttern.
Lediglich weiterer Nachwuchs muss unterbunden werden.

Und unsere Erlebnisse bedeuten auch, dass es weitere Aufenthalte dort geben wird.
Sagte uns doch ein dänisches Paar, dass es in der nach Norden angrenzenden Ferienhaussiedlung Vrist genauso aussehe in Sachen Katzen.

So ist für November definitiv eine weitere Woche geplant.
Wahrscheinlich wird es nach Vrist gehen, denn auch hier begleitet mich eine Freundin, Petra, für die eine solche Aktion zwar ebenfalls Neuland ist, die aber ebenso wie Elly Katzen liebt.

Vejlby Klit beibt dann im nächsten März für Elly und mich..;-)
So zumindest die Planung.

Es geht also weiter mit den Sommerhuskatte!
Ich freue mich sehr darauf.

Samstag, 19. März 2016

6. Tag - letzter Tag in Vejlby Klit, aber ganz sicher komme ich wieder

Am Morgen war, wie hier inzwischen schon gewohnt, zuerst einmal die Freilassung der am Vortag kastrierten Tiere an der Reihe.
Dies lief sehr entspannt ab, die weißen erwachsenen Herren, denen wir die Namen Ben und Leon gegeben hatten, waren sehr ruhig:

Ben kurz vor seiner Freilassung
Den kleinen Krümel behielten wir noch bis zum Nachmittag, da wir ihn noch in Ruhe füttern wollten.

Als Ben dann seinen Korb verlassen hatte und wir an dem Haus die Futterschüssel neu befüllen wollten, trauten wir unseren Augen nicht:
Auf der Terrasse des Hauses kam uns Tom entgegen und wollte gleich um meine Beine streichen.
Noch viel besser aber war, dass auf der Fußmatte des Hauseingangs eine weitere Katze saß:


Es war ein hübsches grau-weißes Tier.
Es erinnerte mich unglaublich an den Kater, den wir in Bjerregard im zweiten Dänemark-Jahr (2004) an unserem Haus hatten und der uns letztlich auch mit dazu bewegte, dieses Projekt zu beginnen.
Herr Nebel hatten wir den Kater damals genannt - wegen seiner Fellfarbe.

Am heutigen Morgen dann hatte ich also wieder ein so hübsches Tier vor mir und wieder war es zutraulich und ließ sich streicheln.
Und es ließ einen Blick unter den Schwanz zu: ein Mädchen. Wow.
Also gaben wir dem aufdringlichen Tom auf der Terrasse Feuchtfutter und füllten für das grau-weiße Mädchen etwas Futter in eine Schüssel.
Diese stellten wir in den nach Bens Freilassung nun leeren Transportkorb.
Das kleine Mädchen ging mit den Vorderpfoten hinein und ich half mit sanften Druck nach, schob sie hinein und schloss die Klappe.
Nun war dann doch ein wenig Randale angesagt im Transportkorb, also schnell eine Decke darüber und ab nach Hause.
Ein Telefonat mit der Tierklinik in Lemvig: Ja, wir könnten um 10:15 Uhr kommen.
Wunderbar, so hatten wir noch Zeit für das Frühstück.

In der Tierklinik warteten wir dann, bis der heutige Fang in Narkose lag, wollten wir doch wirklich ganz sicher sein, noch ein Mädchen gefangen zu haben.
Ja, es wurde uns bestätigt.
Juchhu!
Bis zur Abholung würden noch ein paar Stunden vergehen, die wir nutzten, um bei den in Vejlby Klit ansässigen Ferienhausvermietern unsere Flyer auszulegen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Leider war der Novasol-Mitarbeiter nicht wirklich interessiert.
Bei ihm hatte man den Eindruck, dass er selbst die Katzen als „Problem“ empfindet - hingegen waren die Damen der anderen Büros ehrlich interessiert und berichteten von Katzen in Vejlby Klit.
Zudem erfuhren wir sogar, dass es im Herbst eine schwarz-weiße Katzenmama mit drei weißen Jungtieren gegeben hatte.
Oh, also hatte unser kleiner Krümel ursprünglich noch zwei Geschwister…
Und anscheinend war es doch nicht die Mutter, mit der er da vor zwei Tagen so idyllisch im Gras lag.

Aber wer kennt schon die Verwandtschaftsverhältisse in einer Katzenpopulation, wenn es sich denn nicht um Rassekatzen und ihre Züchter handelt…
Hier sind es oftmals nur Spekulationen, wer da mit wem vielleicht wie verwandt sein könnte ;-)

Im Anschluss durfte auch der kleine Krümel in die Freiheit.
Zwar lief er direkt davon, blieb dann aber doch neugierig herausschauend unter der Terrasse sitzen.

Krümel nach seiner Entlassung
Ein goldiger kleiner Kerl, den Elly und ich sehr ins Herz geschlossen haben.
Wir wünschen ihm (wie natürlich auch allen anderen Katzen) alles Gute!

Da ein Ferienhaus ganz in der Nähe der Entlassungsörtlichkeit über die letzten Tage von Dänen bewohnt war, gingen wir im Anschluss zu der auf der Terrasse sitzenden Dame, um nach Katzen zu fragen.
Es entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch auf englisch, in dem die Dänin uns sagte, dass sie unsere Arbeit ganz super finde und bat uns um einen Flyer, den sie in ihr Gästebuch legen wollte.
Perfekt.

Am frühen Nachmittag konnten wir dann die kastrierte Katze von der Tierklinik in Lemvig abholen.
Nebelchen, so habe ich sie genannt, hatte alles gut überstanden und war von der Tierärztin auf etwa 4-5 Jahre geschätzt worden.
Und auch sie war bereits wieder rollig gewesen!

Nachdem wir sie zurück ins Ferienhaus gebracht hatten, machten wir uns auf eine Runde durch den nördlichen Teil Vejlby Klits.
Hierbei sprachen wir auch etliche Urlauber und auch dänische Hausbesitzer an. Viele von ihnen sprechen ja (zum Glück für uns) deutsch oder englisch.

Allen war das „Katzenproblem“ bekannt und alle waren hoch erfreut über unsere Arbeit.
Wir ernteten sehr viel Lob und ein älteres dänisches Paar versprach uns sogar, dass man meine Sache in der Eigentümerversammlung ansprechen wolle!
Das ist absolut erfreulich. 
So könnte Unterstützung zustande kommen, wie ich sie inzwischen auch in Bjerregard erfahre - oder zumindest doch das Wissen über das Katzenprojekt.

Von vielen Urlaubern wiederum bekamen wir gesagt, dass man „viele Katzen“ gesehen habe.
Mit einem jüngeren deutschen Pärchen kamen wir ebenfalls in ein super-nettes Gespräch.
Die Beiden erzählten uns, dass sie nicht zum ersten Male hier seien und über diesen Urlaub sehr viele Katzen an ihrem Haus gefüttert hätten.
Einige von ihnen hätten sie aus früheren Aufenthalten wiedererkannt - von einem Tier vermuteten sie aufgrund der Dicke und Form des Bauches, dass es zur Zeit schon wieder tragend sei.
Auch hier freute man sich über das Projekt.
Schön, so viel Lob und Zustimmung für die Kastrationen zu erfahren!

Auch entdeckten wir bei unserem Rundgang noch die bereits kastrierten Katzen Tilda, Theo und Tim:
oben Tilda, unten Theo und Tim
Wunderbar, sie gesund und mit gutem Appetit nochmal vor der Abreise angetroffen zu haben.

Ein paar Hinweise auf uns noch nicht bekannte Katzen erhielten wir auch.
Diese Tiere gilt es - wie immer - beim nächsten Aufenthalt hier ausfindig zu machen und ebenfalls zu kastrieren.

Am Abend sammelten wir dann alle Kameras und Futterschüsseln ein und hinterließen an einigen der Häuser, an denen wir gefüttert hatten, noch Trockenfutter unter den Terrassen.

Morgen treten wir dann, wenn Nebelchen entlassen ist, unsere Heimreise an.
Und wie immer wird es in den kommenden Tagen irgendwann eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse der letzten vierzehn Tage geben.

Bedanken möchte ich mich aber schon jetzt vor allem bei Elly, die mich in dieser zweiten Woche mit sehr viel Tatkraft unterstützt hat.
Sie war eine perfekte Hilfe mit unglaublich viel Engagement. Mein „Lehrling“ hat gute Arbeit geleistet und ich würde mich sehr freuen, wenn sie mich im nächsten Jahr wieder hierher begleitet - denn zu tun gibt es ja reichlich!

Tja, und dann natürlich auch ein Dank an die Tierarztpraxis in Süderlügum und auch die Tierklinik in Lemvig - und selbstverständlich an alle Urlauber und dänischen Hausbesitzer, die uns halfen oder noch helfen werden.

Es kann gar nicht genug Unterstützer geben in dieser Sache - den Fellnasen zuliebe, die jede gute Tat wert sind!

Freitag, 18. März 2016

4.+ 5. Tag - alle Hände voll zu tun

Gleich nach dem Aufstehen fand gestern die Entlassung der übrigen am Vortag kastrierten Tiere statt.
Also fuhren wir wie üblich zu dem Platz, an dem wir sie eingefangen hatten.
Zuerst waren das Mädchen Thea und ihr Sohn Tim an der Reihe.
Thea war relativ entspannt, lief lediglich an den ersten Wall aus Strandhafer und blieb dort sitzen. Sie schien zuerst einmal ihr Geschäft zu erledigen.
Tim war ein bisschen schneller, sah dann aber seine Mutter und blieb auch in der Nähe.

Mit bereitgestelltem Futter konnte man beide sogar zurücklocken und sie fraßen gemeinsam aus einem großen Napf:
links Thea, rechts Tim
Theo, der Nächste bei der Entlassung blieb ebenfalls im Sichtbereich, nur das Mädchen Tilda lief davon.

Im Anschluss ging es direkt zurück ins Ferienhaus. Die Körbe waren zu reinigen, um sie wieder für die zur Kastration anstehenden Tiere nutzen zu können.
Und dann ab zur Tierklinik in Lemvig.
Mit den Katzen übergaben wir die entsprechende Anzahl an Mikrochips und auch Spot-on gegen Würmer, denn auch die Medikamente sind ja sehr teuer in Dänemark.
Man war sehr freundlich zu uns und die komplette Behandlung und der Umgang mit den Tieren erschien routiniert.
Für die Abholung wurde ein Termin am Nachmittag ausgemacht.

In der Zwischenzeit - und nachdem wir dann ganz in Ruhe gefrühstückt hatten - spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Siedlung.

Und tatsächlich konnten wir eine ganz besondere Sichtung machen:


Wir vermuten, dass es sich um Mutter und Kind handelt.
Nun, so war klar, wen wir als nächstes zu fangen versuchen wollten.
Übrigens entdeckten wir die beiden Hübschen an dem Haus, an dem wir auch am Tag zuvor das weiße Tier hatten verschwinden sehen.
Ob es sich vielleicht um dieses handelte?

Die außerdem von uns durchgeführte Befragung diverser weiterer Urlauber brachte Hinweise auf eine weiße Katze und mehrere schwarz-weiße, wobei von Tieren mit und ohne weiße Füße die Rede war.
Aber einen konkreten Hinweis auf einen Aufenthaltsort gab es nicht. Leider.
Und auch ein Rundgang durch den nahegelegenen „Sommerpark“ ergab nichts.

So fuhren wir am Nachmittag wieder zur Tierklinik.
Dort sagte man uns, dass der Kater mit der großen Verletzung an der Schulter wie befürchtet tatsächlich eingeschläfert werden musste.
Das gesamte Gelenk war von dem Abszess betroffen, hätte operiert und nachversorgt werden müssen.
Dies wäre bei einem wilden „Draußen-Kater“ nicht möglich gewesen.
So war es die einzige Lösung, da wir dem noch jungen Kater ein jämmerliches Ende im Siechtum ersparen wollten.
Dennoch bekam der Hübsche einen Namen von uns: in unserer Erinnerung soll er „Magnor“ heißen, was „Kämpfer“ bedeutet. Es erschien uns passend…:-(

Bei den übrigen drei Tieren handelte es sich um einen Kater und zwei Katzen, die wir kastriert mit ins Ferienhaus nehmen konnten.


Am Abend hatten wir uns dann entschieden einen Fangversuch der beiden weißen Katzen zu wagen, die wir am Nachmittag entdeckt hatten.
Tatsächlich hatten wir bald ein weißes Tier in der Falle. 
Aber irgendwie sah es so gar nicht nach Mädchen aus… 
Der Kopf war irgendwie zu rund.
Naja, natürlich nahmen wir es aber trotzdem mit.
Doch danach tat sich leider nichts mehr. 




Weder an dem Haus, an dem wir bis gegen 24 Uhr wachten, noch an einer weiteren Örtlichkeit, an der wir nun mehrere Tage gefüttert hatten und während des Fangversuchs die Überwachung durch die Funk-Wildcam gewährleisteten.
Wirklich sehr schade, aber nicht zu ändern.

Kater Hugo vor seiner Freilassung
Nach fünf Stunden Schlaf klingelte dann heute am Morgen der Wecker, denn zum einen waren die gefangenen Hugo, Lena und Lille freizulassen, zum anderen wollten wir nochmal eine gute Stunde für den Fang der weißen Mama nutzen…
Leider war an diesem Morgen aber gar kein Katzenwetter, so dass der Fang auch nicht klappte - die Entlassung war dafür unproblematisch.
Alle drei Miezen liefen schnell ihrer Wege.


Lena kastriert wieder in ihrem Revier

In der Tierklinik in Lemvig konnten wir auf unseren Patienten warten, denn in Narkose war schnell zu erkennen, dass es sich bei dem gefangenen weißen Tier um einen Kater handelte.

Und bei einer weiteren Runde Ansitzen nach dem Frühstück konnten wir zwei Fänge verbuchen!!
Wie sich herausstellte, waren es wieder Kater - und beide wiederum weiß.
Einer von ihnen war stattlich und erwachsen mit einem runden Katerkopf:


Der andere Fang jedoch war erst circa fünf Monate alt:


Wir vermuten, dass es sich dbei dem Kleinen tatsächlich um die Mieze handelt, die wir am Vortag mit der Mutter (?) gesehen hatten.

Tatsächlich konnten wir den beiden Herren am späten Nachmittag hier im Ferienhaus dann sogar noch etwas zum Fressen geben.
Bei dem kleinen Krümel war sogar eine Fütterung bei geöffneter Transportbox möglich ;-)

Nach dem Abendessen folgte der letzte Fangversuch für diesen Dänemark-Aufenthalt.
Leider verlief er erfolglos.
Dabei hatten wir doch noch so sehr auf ein Mädchen gehofft!

Morgen dann also die letzten beiden Entlassungen und noch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit.
Und ein paar Stunden werden wir wohl nochmal zum Reinigen und Packen des Equipments brauchen.


Mittwoch, 16. März 2016

3. Tag - so ereignis- und erfolgreich, dass keine Zeit für den Weblog blieb...

Nachdem ich meinen letzten Eintrag beendet hatte, kontrollierten Elly und ich in der vorletzten Nacht nochmal die Falle im Vaermlandvej.
Und wir hatten einen neuen Fang darin, der uns besondere Freude bereitete:


Es war die Mutterkatze vom Nachmittag!!!
Auch diese konnten wir schnell umsetzen und die Falle wieder stehen lassen.
Wir deckten sie zur Hälfte ab, denn wir entschieden uns, trotz scharfer Falle ins Bett zu gehen und erst am Morgen vor der Fahrt zum Tierarzt zu kontrollieren.
Daher war die Nacht für uns kurz, obwohl sich die gefangenen und warm untergestellten Tiere relativ friedlich verhielten.

Als um kurz vor 6 Uhr dann der Wecker klingelte, waren Elly und ich schon ein eingespieltes Team.
Rasch fuhren wir zur Fallenkontrolle - und noch ein schwarz-weißer Kater saß darin, den wir ebenso wie die anderen vier bereits am Vorabend gefangenen Tiere ins Auto luden, und ab ging es zum Tierarzt.
Da es insgesamt fünf Katzen/Kater waren, hatten wir uns entschlossen, den über 200 km weiten Weg nach Deutschland auf uns zu nehmen, da hier für die Kastrationen einiges an Geld zu sparen wäre…;-)
Hanneke, die Tierärztin sagte mir auch bereits am Vortag zu, dass sie extra für uns in die Praxis kommen würde. Super. Tausend Dank!

So konnten wir nach der Abgabe der vermeintlich vier Kater und einer Katze gemütlich frühstücken und im Anschluss sogar noch einkaufen gehen.
Mit meiner Begleitung rentiert es sich es sich jetzt ja auch zu kochen - und es macht Spaß gemeinsam zu essen und auf die Erfolge mit einem Glas „Hugo“ anzustoßen!

Als wir zur Abholung zum Tierarzt zurückkamen, war die Überraschung groß, als wir hörten, dass es sogar zwei Katzenmädchen waren, die heute kastriert wurden!
Und alle fünf Katzen waren in einem sehr guten Ernährungszustand.

Wieder einmal wird klar, wie wichtig die Kastrationen sind.
Denn die Katzen kommen hier mit Hilfe der Urlauber offenbar gut zurecht, so dass die „Geburtenkontrolle“ eine große Bedeutung erhält.
Beide Mädchen, insbesondere die am Morgen zuvor schon entdeckte Katzenmama, ist bereits mehrere Jahre alt und hat schon oft Jungtiere geboren.
Aber auch das zweite Mädchen ist dieses Frühjahr bereits rollig gewesen!

So konnten wir wieder einmal viel Nachwuchs der Ferienhauskatzen verhindern.

Auch die Kater hatten die Kastration gut überstanden und zufrieden fuhren wir den weiten Weg zurück in Richtung des Nordens Dänemarks.
Im Ferienhaus stellten wir die Katzen ab.
Da bereits einer der Kater sich aufgrund des verabreichten Anti-Wurmmittels seiner Plagegeister auf nicht besondere leckere Art und Weise entledigt hatte, machten wir uns etwas Mut und dann die Mühe, den Herrn nochmals umzusetzen, um seinen Korb zu reinigen.
Meine Freundin zeigte dabei so viel Ruhe und Einfallsreichtum, dass es ohne Probleme und auch kaum Stress für alle Beteiligten funktionierte und der Kater uns wirklich dankbar sein konnte.

Im Anschluss putzten wir gründlich die Fallen und Umsetzkäfige.

Während wir dann die Fallen erneut an den uns nun bekannten Futterplätzen scharf machten, hatten wir die Pizza für uns auch in den Ofen gestellt…;-)

Nach dem Essen also schnell zur Fallenkontrolle.
Außerdem planten wir das Auffüllen einer Schüssel an dem unbewohnten Haus, an dem wir die weiße Katze entdeckt hatten.
 
Doch als wir dort angekommen waren, zuerst einmal ein weiterer „Zufallsfund“:

Im Gras saß eine gestromte Katze, die auf Locken auch direkt zu uns kam.
Elly blieb also bei ihr sitzen, während ich eine der beiden Fallen holen wollte.
Auch an deren Abstellort jedoch eine Überraschung: ein großer schwarzer (sehr sicher) Kater saß in einer der Fallen. Also setzte ich diesen schnell in einen Umsetzkäfig und nahm die Falle mit zurück zu Elly, die treu bei der gestromten Katze bzw. diese bei ihr auf Futter wartend, sitzen geblieben war.
Bei dieser Katze ging das Einfangen in Windeseile.

Auch die Kontrolle an der weiteren Fang-Örtlichkeit war erfolgreich:


Die deutschen Urlauber hatten bereits fürsorglich unsere bereitgelegte Decke über die Falle geworfen und der Herr erzählte uns sogar, dass er die Mieze, da sie zuerst auf einer anderen Terrasse des Hauses saß, mit ein paar Futterstückchen bis zur Falle gelockt hatte!
Vielen Dank - Sie waren uns eine große und wertvolle Hilfe!

Da sich zum Zeitpunkt unseres Eintreffens dort auch noch eine zweite Katze im Blickfeld bzw. sogar direkt neben der Falle aufhielt, so als warte sie, bis sie an der Reihe ist (siehe Foto),


luden wir die erste Gefangene schnell um, machten die Falle erneut scharf und fuhren mit unserer „Beute“ zurück ins Ferienhaus.

Es ist wirklich unglaublich, wie viele Katzen hier unterwegs sind und wie - für uns absolut perfekt - nahe beieinander die Tiere sich aufhalten.

Kaum hatten wir die Katzen zurückgebracht und kamen wieder zur noch scharfen Falle; entdeckten wir, dass auch diese geschlossen war.
Tatsächlich saß darin das zuvor wartende Tier.
Elly entdeckte bei einer Nachschau jedoch etwas sehr Trauriges:
Der Kater hatte eine unglaublich tiefe und großflächige Verletzung an der linken vorderen Schulter. Zwar trat er auf dem Bein auf, aber diese Wunde musste schon alt sein und wollte offenbar nicht heilen. Infektionen waren hier Tür und Tor geöffnet.
Also nahmen wir auch diesen netten Kater mit ins Ferienhaus - allerdings bereits mit der Befürchtung, ihn nicht wieder in die Freiheit entlassen zu können:

Vor dem Zubettgehen schauten wir nochmal nach all unseren bereits kastrierten und sterilisierten Patienten.
Bei den Mädels war alles perfekt.
Ein weiterer Kater hatte sich jedoch auch seiner Würmer entledigt, so dass auch hier ein zweimaliges Umsetzen zum Säubern dringend erforderlich war und wiederum perfekt glückte.

Tom als Ausbrecher...
Ein weiterer Kater (der, der auch am Vormittag zuerst kastriert worden war), konnte als letzte Handlung des gestrigen Tages kurz danach auch von uns bereits entlassen werden.
Er war hellwach, auf allen Vieren wieder absolut beweglich, mit normaler Pupillenreaktion und absolut nervig ;-)  und mit seinen Ausbruchsversuchen dabei, sich selbst beinahe zu verletzen.

So gab es eine weitere Fahrt zu unserem „Fangplatz“ - dieses Mal zur ersten Entlassung einer kastrierten Ferienhauskatze im Gebiet Vejlby Klit.

Und der kleine Tom machte uns sogar die Freude, noch einen Moment zum Fressen zu bleiben.
Hungrig war der Herr nämlich auch:


Bis wir ins Bett kamen, war es so auch schon wieder nach 1 Uhr, und wir entschlossen uns mit den Fängen dieses Tages am nächsten Morgen die Tierklinik in Lemvig aufzusuchen.
 

Montag, 14. März 2016

2. Tag in Vejlby Klit - hier gibt es anscheinend nur schwarz-weiße, schwarze oder weiße Katzen….

Nach dem Frühstück kontrollierten Elly und ich die erste eingerichtete Futterstelle.
Alles war aufgefressen, auch die Schüssel in der (unscharfen) Falle leer.
Und die Wildcam ergab zwei unterschiedliche Fellnasen, beide mit schwarz-weißer Färbung:


Dann gingen wir ein Stück weiter zu dem Haus, an dem wir gestern die kleine Schwarze mit dem weißen Brustfleck gesehen hatten und füttern konnten.
Aber diese Mieze konnten wir nicht entdecken.
Da aber das Ferienhaus bewohnt war, fragten wir auch diese deutschen Urlauber nach bereits gesichteten Katzen.
„Ja, einige.“, war die Antwort.
Die Katzen hätten auch gerade gestern Abend noch auf der Terrasse des Hauses gesessen. Man vermutete, dass die Vormieter die Tiere sicherlich gefüttert hätten.
Auf unsere Frage, ob wir auf der Terrasse vielleicht eine Falle aufstellen und zuvor füttern dürften, wurde uns dies sofort erlaubt.
Vielen Dank dafür.
Und während ich noch mit der Dame sprach, ging Elly bereits auf die Rückseite des Hauses, wo sie zwei Miezen im Strandhafer entdeckte:

Die Katzenmama rechts, (vermutlich) ihr Sohn links

Die Beiden waren völlig entspannt. Scheinbar handelte es sich um Mutter und Sohn.
Beide konnten wir füttern und das Mädchen ließ sich sogar streicheln.

Auch die Futterschüssel an dem Haus, unter dessen Terrasse die weiße Katze verschwunden war, war leer und wurde von uns neu gefüllt.

Am Mittag dann hatten wir den Termin mit dem Direktor der Tierklinik in Lemvig.
Es war ein äußerst nettes Gespräch. Herr Henriksen war sehr interessiert an meinem Projekt und zeigte sich meinen Wünschen (was das Einsetzen des eigenen Mikrochips und das Nutzen des mitgebrachten Spot-ons betrifft) gegenüber sehr offen.

Ab 18 Uhr dann begaben wir uns an das Haus, an dem wir die inzwischen drei Miezen entdeckt hatten.
Schon bei unserem Eintreffen war eine der Katzen - nämlich der kleine Kater vom Vormittag - am Haus.
Kaum hatten wir die Falle aufgestellt, war der Herr auch schon drinnen.
Wir konnten ihn umsetzen und warteten noch ein wenig in der Nähe des Hauses.
Bei einem kurzen Rundgang in der Nähe entdeckte ich in der Dämmerung dann zwei Katzen beim Paarungsakt.
Ein schwarzer Kater mit weißen Pfoten saß auf einer schwarzen Katze.
Als ich mich annäherte, sprangen beide auf und rannten davon…


Also sind die weiblichen Katzen hier rollig und empfängnisbereit!

Leider tat sich aber vorerst nichts mehr an unserer Falle.
So entschlossen wir uns, den ersten gefangenen Kater schon einmal in unser Ferienhaus zu bringen.
In der Zwischenzeit achteten die Urlauber auf die wieder scharf gestellte Falle (Danke sehr!) und bekamen auch ein Bettlaken zum Abdecken, falls es zwischenzeitlich einen Fang geben sollte.

Und als wir zurückkamen, sagte man uns, dass wieder ein Tier in der Falle säße.
Wieder sahen wir ein schwarz-weißes Tier! Augenscheinlich wieder ein Kater! Unglaublich...



Nach wenig Wartezeit kam dann noch eine Katze in Richtung der Terrasse.
Dieser Kater - ein mächtiges Tier mit diversen Narben und Kampfverletzungen! - ging ohne die geringste Scheu schnurstracks die gelegte Futterspur fressend in die Falle.


Drei Kater haben wir nun also im Gästebad unseres Ferienhauses stehen.

Wann nur fangen wir die erste weibliche Katze???
Es wäre so überaus wichtig!!! 
Aber irgendwie scheint das dieses Jahr besonders schwierig zu sein.